Dank der Erfindung des Strandkorbes müssen Besitzer eines solchen nicht mehr in den Urlaub fahren um sich zu erholen, sondern können es ganz einfach in ihrem Garten tun. Der Strandkorb schützt seine Insassen vor Wind, Sonne und Kälte und kann daher nicht nur im Sommer, sondern vom ersten Sonnenstrahl des Frühlings bis in den tiefsten Herbst genutzt werden. Schon längst sind Strandkörbe nicht mehr nur an den Stränden von Nord- und Ostsee zu finden, sondern bieten im Garten, auf dem Balkon und immer häufiger sogar im Wohnzimmer, das perfekte Versteck zum Faulenzen und Entspannen. Auch die Literatur hat die Strandkörbe schnell für sich entdeckt. So finden sie beispielsweise in Werken von Kurt Tucholsky, Theodor Fontane oder Heinrich Heine Zuspruch.
Der erste Strandkorb wurde im Jahre 1882 von einem Deutschen, dem damaligen kaiserlichen Hof-Korbmacher Wilhelm Bartelmann, erfunden. Er stellte ihn für seine Arbeitgeberin, die adlige Dame Elfriede Maltzahn her, welche ausgesprochen gern zum Strand ging, aber aufgrund ihrer fortschreitenden Rheumaerkrankung immer öfter daran gehindert wurde. Sie überlegte, dass eine Sitzgelegenheit, die sie sowohl vor Sonne als auch vor Wind schützen werde, dafür sorgen könnte, dass sie fortan wieder häufiger den Strand besuchen könne. Sie fragte Wilhelm Bartelmann und bereits kurze Zeit später war der Einsitzer erfunden. Wenig später baute Bartelmann den ersten „Strandstuhl“, einen Strandkorb in dem zwei Personen Platz fanden. Schon nach ein paar Jahren bevölkerten hunderte von Strandkörben die Strände an Nord- und Ostsee. Der Erfinder des Strandkorbes war es übrigens auch, der im Jahre 1883 die erste Strandkorbvermietung eröffnete. Heute sind es über 70.000 Strandkörbe und sie stehen längst nicht mehr nur in Deutschland und auch längst nicht mehr nur am Strand. Viele Gartenbesitzer haben den Strandkorb inzwischen für sich entdeckt. Die Idee von Johann Falck, einem Schüler Bartelsmanns, hat dabei maßgeblich zum Erfolg des Strandkorbes beigetragen. Dieser entwickelte nämlich im Jahre 1887 den ersten Halblieger.
An der Form des Strandkorbes hat sich seit seiner Erfindung im 19. Jahrhundert nicht viel getan. Die Materialien, die zur Herstellung eingesetzt werden, haben sich allerdings enorm verbessert. Trotzdem werden Strandkörbe auch heute noch fast so umweltfreundlich hergestellt, wie zur Zeit ihrer Erfindung. Zur Herstellung, die größtenteils in Handarbeit erfolgt, werden nur natürliche, voll abbaubare Materialien verwendet. Auch die verwendeten Kunststoffe sind wieder verwertbar. Dank der veränderten Materialien sind Strandkörbe heute wetterfest. Metallteile und Beschläge sind wetterfest verzinkt, die Holzteile imprägniert und die Stoffe hochwertig und haltbar. So halten die Strandkörbe heute auch starken Beanspruchungen stand.
Wenn Sie sich für den Kauf eines Strandkorbes entschieden haben, sollten Sie beim Kauf einiges beachten. Denn Strandkorb sind in vielen verschiedenen Ausführungen und Materialien erhältlich.
Zunächst einmal gibt es zwei Grundtypen des Strandkorbes, den Ostsee- und den Nordseestrandkorb. Diese zwei Typen unterscheiden sich vornehmlich in ihrer Form voneinander. Denn während geschwungene Seitenteile und eine leicht gerundete Haube den Ostseestrandkorb ausmachen, ist der Nordseestrandkorb für ein raueres Klima gemacht und hat darum eine gerade Haubenform und rechtwinklige Seitenteile.
Des Weiteren wird zwischen Halb- und Ganzliegern unterschieden. Die Halblieger lassen sich zu einer bequemen Liegestellung umklappen, Ganzlieger sind sogar bis in die Waagerechte verstellbar. Bei Kauf eines Halb- oder Ganzlieger-Modells sollten Sie unbedingt darauf achten, dass eine Rückholfeder vorhanden ist. Denn das Wiederaufrichten der Rückenlehne erfordert ansonsten einen enormen Kraftaufwand. Eine Rückholfeder vermindert diesen Kraftaufwand wesentlich. Besonders gute Strandkörbe sind auch mit einer Gasdruckfederung erhältlich, die es ermöglicht den Strandkorb gänzlich ohne Kraftaufwand zu verstellen.
Man unterscheidet in der Form außerdem zwischen Ein- und Mehrsitzer. Sie unterscheiden sich in ihrer Breite. Der Klassiker ist der Zweisitzer, es sind jedoch auch Familienmodelle erhältlich.
Zwischen den Materialien aus denen ein Strandkorb gefertigt wird gibt es große Qualitätsunterschiede, wenn Sie sich also einen Strandkorb für Ihr Zuhause anschaffen wollen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass nur hochwertige Naturmaterialien oder Kunststoffe verwendet werden. Naturmaterialien sind zwar sehr schön, aber auch empfindlich. Kunststoff ist dagegen UV-stabil, pflegeleicht und langlebig und sieht den Naturmaterialien darüber hinaus verblüffend ähnlich. Aufgrund dieser Vorteile werden die meisten Strandkörbe heute aus Kunststofffasern gefertigt.
Das Gestell eines Strandkorbes ist meist aus Holz. Hier sollten Sie unbedingt auf die Qualität achten. Es ist wichtig, dass die Hölzer gut gelagert und getrocknet wurden, da Holz sonst arbeitet und sich verformt. Außerdem sollte das Holz mehrfach oberflächenbehandelt und wasserdicht sein, weil es sonst schnell fault. Eine Ausnahme bietet hier das Teak-Holz, denn Teak weist Wasser von Natur aus ab. Darüber hinaus ist Teak auch bei extremen Temperaturen formstabil.
Die Farbe eines Strandkorbes wird zum einen durch die Materialien bestimmt aus denen er gefertigt wurde. Aber auch die verwendeten Stoffe der Polster bestimmen die Optik maßgeblich. Klassisch sind die Farbkombinationen blau-weiß, gelb-weiß und grün-weiß. Der Kreativität sind aber hier keine Grenzen gesetzt, sodass es schon längst Strandkörbe mit den verschiedensten Polsterbespannungen gibt.
Je nach Wunsch des Kunden können Strandkörbe auch mit einigen Extras ausgestattet sein. Die meisten Strandkörbe enthalten eine Lektüretasche, in der Zeitschriften oder Bücher jederzeit griffbereit aufbewahrt werden können. Auch Seitentische sind an den meisten Strandkörben befestigt. Sie bieten eine Ablagefläche für all das, was man in einem Strandkorb griffbereit haben möchte. Nackenrollen, die den Komfort verbessern sollen, gehören bei vielen Strandkörben ebenfalls zur Ausstattung. Gleiter oder Rollen unter dem Strandkorb erleichtern das Verschieben des Korbes und schützen dessen Unterseite vor Feuchtigkeit und Schmutz.
Die Lebensdauer eines Strandkorbes von guter Qualität kann über 20 Jahre betragen, wenn sie einige wenige Tipps zur Pflege beachten.
Bei Nichtgebrauch Ihres Strandkorbes sollten Sie ihn mit einer Plastikhülle vor Schmutz, Regen und anderen Witterungseinflüssen schützen. Wenn die Pausen länger sind, etwa im Winter, sollte der Strandkorb auf vier Ziegelsteine gestellt werden um Stockflecken zu vermeiden. Wenn Sie das beachten, kann ihr Strandkorb das ganze Jahr über draußen stehen bleiben.
Bei der Pflege der Holzteile sollte zwischen Teak und anderem Holz unterschieden werden. Bei Teakholz reicht es aus die Holzteile einmal jährlich mit einem speziellen Teaköl zu behandeln. Da das Holz wetterunempfindlich ist, können sie auch ganz auf das Öl verzichten. Es bildet dann allerdings nach einiger Zeit eine silbergraue Patina. Ob Sie die Bildung einer solchen Patina verhindern möchten, ist reine Geschmackssache. Wenn für das Gestell ihres Strandkorbes andere Holzarten verwendet wurden, sollten sie dort nach Bedarf den Imprägnierschutz erneuern, dies kann mit jeder handelsüblichen Imprägnierlasur geschehen.
Das Kunststoffgeflecht, aus dem die meisten Strandkörbe hergestellt sind, ist UV- und witterungsbeständig und muss daher nicht behandelt werden. Allerdings sollte das Geflecht gelegentlich gereinigt werden. Dies geht am besten mit Wasser und einem Schwamm oder einer Bürste. Zur Beseitigung stärkerer Verschmutzungen, beispielsweise durch Gras oder Fett, kann außerdem ein handelsüblicher Fleckenentferner benutzt werden.
Auch die Markisenstoffe lassen sich ganz einfach mit einer Bürste reinigen. Bei starken Verschmutzungen kann zusätzlich etwas Seifenlauge zum Einsatz kommen. Bei der Reinigung der Stoffe ist es wichtig nach dem Trocknen die Imprägnierung zu erneuern. Mit einem einfachen Imprägnierspray kann diese Versiegelung wieder verschlossen werden. Auch Polsterung und Kissen sind imprägniert und wasserabweisend ausgerüstet. Mit der Zeit lässt die Imprägnierung nach, sie kann aber durch ein Imprägnierspray wieder aufgefrischt werden. Dies sollte insbesondere dann geschehen, wenn die abnehmbaren Bezüge gewaschen wurden.
Die Unterhaltungskosten für einen Strandkorb sind also, da sie lediglich die Pflegemittel anschaffen müssen, sehr gering. Im Giardino-Onlineshop finden Sie qualitativ hochwertige Strandkörbe zu günstigen Preisen. Die Hersteller garantieren die Verwendung der besten Materialien, sodass der Strandkorb bei angemessener Pflege viele Jahre lang haltbar ist. Qualität und Service sind bei Giardino garantiert.
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